Ein Empfehlungsnetzwerk mit Handwerksbetrieben aufbauen
Handwerker, Hausverwalter und andere Betriebe sind oft früher im Haus als jeder Makler. Wer verlässlich mit ihnen zusammenarbeitet, hört von Verkaufsabsichten, bevor eine Immobilie am Markt ist. So bauen Sie ein Netzwerk auf, das beiden Seiten nützt.
Inhalt
Warum Betriebe früh Bescheid wissen
Ein Verkauf kündigt sich selten mit einer Anzeige an. Er beginnt mit einem Gespräch in der Küche: Die Eigentümerin lässt das Bad erneuern, weil die Kinder ausgezogen sind und das Haus zu groß wird. Der Erbe bestellt eine Entrümpelung. Die Hausverwaltung erfährt, dass ein Eigentümer in eine Pflegeeinrichtung zieht. Wer in solchen Momenten im Haus ist, hört von Plänen, lange bevor ein Makler davon erfährt.
Für Sie als Makler sind diese Betriebe deshalb wertvolle Partner. Sie ersetzen keine eigene Akquise, aber sie öffnen Türen, die über Anzeigen und Kaltakquise verschlossen bleiben.
Wen Sie ansprechen
Sinnvoll sind Betriebe, die regelmäßig bei Eigentümern im Haus sind und in Ihrer Region arbeiten:
- Heizung und Sanitär, Elektro, Dachdecker und Maler
- Entrümpler und Umzugsunternehmen, die bei Lebensveränderungen gerufen werden
- Hausverwaltungen, die Eigentümer von Wohnungen und Mehrfamilienhäusern kennen
- Garten- und Landschaftsbau, Gutachter, Energieberater
Wichtiger als die Zahl der Partner ist ihr Ruf. Wer Ihnen Tipps gibt, empfiehlt Sie zugleich; ein Betrieb, der schlecht arbeitet, färbt umgekehrt auf Sie ab. Betriebe aus Ihrer Region mit Profil, Leistungen und Bewertungen finden Sie im Wunderprop-Branchenbuch.
Was Betriebe davon haben
Ein Netzwerk funktioniert nur in beide Richtungen. Für einen Betrieb zählen zwei Dinge: eine faire Provision, wenn aus einem Tipp ein Verkauf wird, und Aufträge, die Sie ihm vermitteln. Verkäufer brauchen vor dem Verkauf oft einen Maler, einen Gärtner oder eine Entrümpelung, Käufer nach dem Kauf Handwerker für die Renovierung. Wenn Sie diese Aufträge gezielt an Ihre Partner geben, wird aus einem losen Kontakt eine Zusammenarbeit.
Spielregeln vereinbaren
Klare Absprachen vermeiden Enttäuschungen. Vereinbaren Sie schriftlich, bevor der erste Tipp kommt:
- Provision: wie hoch sie ist und wann sie fällig wird, zum Beispiel nur bei einem notariellen Kaufvertrag.
- Ablauf: wie ein Tipp bei Ihnen ankommt und wie schnell Sie sich beim Eigentümer melden.
- Einverständnis: Der Betrieb gibt Kontaktdaten nur weiter, wenn der Eigentümer zugestimmt hat.
- Offenheit: Der Eigentümer soll wissen, dass der Betrieb für den Tipp eine Provision erhält.
Wie die Weitergabe von Kontaktdaten datenschutzgerecht gelingt, beschreibt der Beitrag Kontaktdaten von Eigentümern datenschutzgerecht weitergeben.
Den Kontakt pflegen
Nichts beendet eine Zusammenarbeit schneller als ein Tipp, auf den keine Antwort kommt. Melden Sie sich nach jedem Tipp beim Betrieb: dass Sie den Eigentümer erreicht haben, wie das Gespräch lief und ob ein Auftrag daraus wird. Auch ein Tipp, aus dem nichts wird, verdient einen Dank.
Bleiben Sie darüber hinaus sichtbar. Ein kurzer Anruf, wenn Sie in der Nähe sind, ein gemeinsames Frühstück mit mehreren Partnern oder ein Hinweis auf einen Auftrag zeigen, dass Ihnen die Zusammenarbeit wichtig ist.
Mit Wunderprop
Im Partner-Netzwerk von Wunderprop laden Sie Betriebe ein, empfangen ihre Tipps und sehen den Stand jedes Tipps an einer Stelle. Die Betriebe verfolgen dort ebenfalls, was aus ihrem Tipp geworden ist, bis zur Provision. Mehr dazu auf der Seite für Makler.
- Gewerke auswählen Welche Betriebe sind oft bei Eigentümern in Ihrer Region im Haus?
- Betriebe ansprechen Persönlich, mit einem klaren Angebot für beide Seiten.
- Regeln festhalten Provision, Ablauf und Einverständnis der Eigentümer schriftlich.
- Schnell reagieren Jeden Tipp zeitnah aufnehmen und dem Betrieb Rückmeldung geben.
- Aufträge zurückgeben Empfehlen Sie Ihre Partner an Verkäufer und Käufer.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte die Provision für einen Tipp sein?
Das vereinbaren Sie frei mit dem Betrieb. Wichtig ist, dass Höhe und Bedingungen vorher feststehen und schriftlich festgehalten sind, damit es später keine Missverständnisse gibt.
Darf ein Betrieb mir Kontaktdaten einfach weitergeben?
Nein. Er braucht dafür das Einverständnis des Eigentümers. Besprechen Sie das mit Ihren Partnern, bevor der erste Tipp kommt.
Wie viele Partner brauche ich?
Lieber wenige, mit denen Sie verlässlich zusammenarbeiten, als viele, die Sie kaum kennen. Beginnen Sie mit den Gewerken, die am häufigsten bei Eigentümern im Haus sind.